Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht innerer Einstellung.
Erich Fromm
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Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht innerer Einstellung.
Erich Fromm
13:00 Mexico City:
5 Stunden vor dem geplanten Abflug bin ich vor Ort und kann kaum glauben, dass ich mich nicht in eine endlos lange Warteschlange stellen muß. Keine Menschentrauben, keine gequälten Gesichter, die sich seit Tagen hier die Nächte um die Ohren schlagen. Stattdessen geschäftigtes Treiben, wie man es auf einem Flughafen erwartet. Einzig am KLM Schalter scheinen sich die Wartenden um die freien Plätze auf der Warteliste zu „schlagen“.
Ruckzuck wird mein Gepäck bis Frankfurt durchgecheckt, ruckzuck bekomme ich einen guten Sitzplatz mit Beinfreiheit und mein Ticket in die Hand gedrückt.
Und nun?
Sitzplätze gibt es in der Abflughalle genauso wenig wie Gepäckwagen oder Wi-Fi und mein Handgepäck ist schwer. Noch traue ich dem Frieden auf den europäischen Flughäfen noch nicht ganz und habe daher mein Handgepäck in ein Survivalpaket umgewandelt. Darin: Waschzeug, frische Wäsche, genug zu Lesen und natürlich das Netbook samt Ladegerät. Für einen unfreiwilligen längeren Aufenthalt in Madrid bin ich gerüstet.
Jetzt sitze ich in der Abflughalle und habe es mir neben einer Gruppe mexikanischer Jugendlicher auf dem Fußboden bequem gemacht.
14:30 Mexico City: Noch 3,5 Stunden bis Abflug.
Auf der Abflugtafel sehe ich keinen einzigen Flug nach Deutschland und bin froh, mich für die Umbuchung mit Mexicana entschieden zu haben.
12:00 Madrid: knapp 9 Stunden später. Prima Flug mit Mexicana – schlechtester Service den ich je bei einer Fluggesellschaft erlebt habe. 3 Stunden nach Abflug gibt es erstmalig etwas zu trinken: man bedenke, alle Flüssigkeiten wurden bereits vor der Passkontrolle entsorgt, sprich gute 4,5 Stunden ein Gefühl von Mundwüste. Kaffee ungenießbar und Tomatensaft ohne Pfeffer. Geht gar nicht.
Bis dann mal das Mittagessen serviert und aus Not heraus verschlungen war, dauerte es wieder eine Stunde. Die Mehrheit der Passagiere Mexikaner, ein guter Teil der Sitzplätze waren frei geblieben, nutzt die Transatlantiküberquerung für ausgiebige Familiendiskussionen, mein Sitznachbar schafft es auf einem 10 Stundenflug kein Wort mit mir zu sprechen und klettert auf dem Weg zum WC über mich. Na gut, ist mir recht! Das unappetitliche Abendessen lasse ich unberührt stehen. Bohnen sind die nächsten Wochen vom Speiseplan gestrichen.
An Schlaf ist nicht zu denken. Völlig gerädert landen wir gegen 12h in Madrid. Die Anzeigetafel spricht von einem um 45min verspäteten Weiterflug nach Frankfurt. Wenn es schlimmer nicht kommt, denke ich mir…
Auch hier in Madrid im Transitbereich ist es ausgesprochen ruhig. Die ca. 20 deutschen Mitreisenden fliegen fast ausschließlich mit Iberia nach Berlin, ich begebe mich mal zu meinem Gate, das – Glück muss man haben – genau neben einer Raucherkabine liegt. Hier macht Warten Spaß und das Internet funktioniert auch. Auch hier bei LAN Chile bis jetzt nur spanischsprechende Passagiere. Wo sind all die Deutschen aus Übersee?
14:50h: noch eine Stunde bis Abflug. Ich bin jetzt seit 26h wach und mir fallen gleich im Stehen die Augen zu. Neben mir eine Gruppe spanischsprechender Rocker mit T-Shirts auf denen „Easy Rider“ „Keep the Truth“ , „Trash ´till Death“, „Metal for Life“ , „Metal for Life“ , „Sacred Reich“ steht. Die T-Shirts sind mindestens so lange getragen, wie die Haare gewachsen. Ah und die Groupies mit Nietengürtel fehlen selbstverständlich auch nicht. Hoffentlich entgeht mir hier nicht die Chance auf ein Autogramm einer weltberühmten spanischen oder lateinamerikanischen Rockband.
15:30h: im Halbschlaf noch einige Büromails abgearbeitet, Twitter Timeline gelesen und Zugverbindungen ab Frankfurt gecheckt. Mit viel Glück bin ich um 21h zu Hause.
16:05h oder etwas später: Ich verschlafe den Abflug und wache erst gegen 17h wieder auf, als wieder weiches Brötchen (das wievielte diese Woche???) und eine Tasse Kaffee serviert wird. Es ist eiskalt und bis zur Landung in Frankfurt schafft es das fliegende Tellertaxi nicht, mir eine Decke zu bringen. Dafür ist das On Board Entertainment vom Feinsten, mindestens 40 Spielfilme aller Kategorien und Spiele für die Kids auf dem Screen im Rücksitzes meines Vordermannes. Leider reicht die Zeit nicht mehr, naja, vielleicht hätte ich mich auch schneller entscheiden müssen.
19h: wir landen in Frankfurt, passieren zügig die Passkontrolle – oh Wunder, mein Koffer ist auch da und mit dem Bus geht’s dann fix zum Fernbahnhof. Obwohl die Sitzplatzreservierung ja nun 4 Tage überfällig ist, bekomme ich problemlos einen Platz und auch der Anschluss in Mannheim hat nur 20min Verspätung.
21.15h der EC nach Saarbrücken ist ziemlich leer, ich schreibe meine letzten Zeilen für diesen Blogbericht und freue mich auf die Dusche und mein Bett. Morgen hat der Alltag mich wieder, bevor es dann nächsten Freitag auf eine weitere Reise an den Kilimanjaro geht. Die in den letzten Woche vorherrschende Vorfreude auf die Afrikareise ist einem Gefühl von „nicht schon wieder weg wollen“ gewichen, aber es hilft nichts.
Im nächsten Blog heißt es dann also „Jambo Africa“!
Zunächst abgeschreckt von einer etwas mehr als 2stündigen Busfahrt, habe ich dann doch den Reisebus nach Puebla genommen, der täglich im 30min Takt am zentralen Busbahnhof Tapa in Mexico City abfährt. Hier, wo seit 1964 Volkswagen der größte Arbeitgeber für 15.000 Menschen ist, zeigte sich Mexico für mich von seiner schönsten Seite.
Der moderne Überlandbus verfügt über 2 Toiletten und für 136 Peso (knapp 9 Euro) bekommt man nicht nur die Busfahrt, sondern auch 1 Flasche Wasser, Kekse und Nescafe Pulver, um sich in der buseigenen “Kitchenette” einen Kaffee zuzubereiten. Außerdem mit im Angebot: ein Spielfilm und die dazugehörenden Kopfhörer. Von all dem habe ich keinen Gebrauch gemacht. Viel schöner war es, aus dem Fenster zu schauen und die Landschaft auf sich wirken zu lassen. Hat man Mexico City erst einmal verlassen, führt der Weg vorbei an grünen Landschaften, kleinen mexikanischen Siedlungen und an den Vulkanen Popocatépetl, Iztaccíhuatl, La Malinche und Citlaltépetl.
Der Popocatépetl mit seinen über 5.000m ist schneebedeckt und deutlich sichtbar schwebt eine große Wolke aus Wasserdampf über ihm.
Puebla wirkt im Vergleich zu Mexico City amerikanisch verschlafen, aber eine noch idyllischere Ruhe herrscht dann in einem Vorort namens Choluca. Wunderschön, der koloniale Einfluss, durch den Puebla seit 1987 auch auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht. Neben den vielen kleinen Geschäften mit den typischen Keramik Handarbeiten, finden sich Texilläden, unzählige Souvenirgeschäfte und Flohmärkte. Touristen sind allerdings sehr wenige zu sehen.
Hoch über der Stadt, auf der größten (vom Volumen her) Pyramide der Welt, die Kirche “Santa Maria de los Remedios” – erbaut von den Spaniern nach der Eroberung Mexicos . Im Inneren der im barocken Stil gebauten Kirche der Eindruck, kein Zentimeter sei nicht mit Gold bedeckt. Es riecht nach den weißen Lilien, die die gesamte Kirche schmücken.
Auf dem Vorplatz dann ein herrlicher Ausblick auf die Ebene Pueblas, eingerahmt von den Berg- und Vulkanketten. Beim Abstieg bieten zwei alte Frauen gegrillte Heuschrecken zum Verkauf feil. Ihr freundliches Angebot, doch einmal zu probieren, konnte ich dankend ablehnen.
Resumé: Ein absolut gelungener Tagesausflug und ein toller Ausklang nach 12 Tagen Millionenstadt!
Was als Geschäftsreise am 10.04. begann, ist nun seit heute eine ungeplante Urlaubsreise. Aufgrund der Flugausfälle ist mein heutiger Rückflug mit LH 0499 nach Frankfurt/Main annuliert und so sitze ich also in Mexico fest.
Mexico hat mich freundlich empfangen, auch wenn der gebuchte Hoteltransfer zwei Stunden nach Ankunft immer noch nicht vor Ort war, war es doch ein Leichtes mit dem vorab gekauften Voucher ein Airporttaxi zum Hotel zu bekommen.
Schier endlos fährt man durch einen Stadt, in der sich einem auf der einen Seite heruntergekommene Häuser und auf der anderen Seite das moderne Mexico City mit seinen Hochhäuser und großen, internationalen Firmengebäuden zeigt. Wohin das Auge blickt, sehe ich in den nächsten Tagen überfüllte öffentliche Verkehrsmittel und höre einen Lärm, den ich als “Landei” aus einer 200.000 Einwohner Landeshauptstadt nicht gewöhnt bin. Immer wieder trifft arm auf reich. Neuzeit auf Altertum. Moderne Kunst auf jahrtausendealte Geschichte.
Sehr schön gestaltet ist die Paseo de la Reforma, die Hauptverkehrsader in östlich-westlicher Stadtrichtung auf der man immer wieder auf Denkmäler berühmter Persönlichkeiten, aber auch auf sehr viele moderne Sitzgelegenheiten trifft.
Sonntags ist autofrei! Dann verwandelt sich die sonst mehrspurige Paseo de la Reforma in eine Fahrbahn für Radfahrer, Inlineskater, Spaziergänger und man bekommt einen Eindruck der Lebensfreude der Einwohner dieser 22 Millionen Stadt.
Ein anders Bild zeigt sich im Alameda Park, den man auf dem Weg in das historische Stadtzentrum Zócalo durchquert. Hier ist das Bild geprägt von einem regen Straßenhandel. Mitten unter den Angeboten zum täglichen Bedarf finden sich die Händler mit den nach unseren Begriffen kitschigen, aber gerade deshalb wunderschönen Bildern aus dem mexikanischen Alltagsleben.
Der Zócalo – der Platz der Verfassung – wird umrahmt vom Nationalpalast, und dem Palast der schönen Künste.
Ungläubig steht man vor dem Wahrzeichen der Stadt, der Kathedrale, und bestaunt, wie sehr der rechte Teil der riesigen Kirche im Boden zu versinken scheint. Mexico Stadt war einst ein riesiger See, doch heute gräbt sich die Stadt selbst das Wasser ab und sinkt jährlich um 7cm.
Unbedingt sehenswert, das Casa de los Azulejos – ein barockes Haus, dessen Außenfassade aus tausenden von Kacheln besteht und innen ein Kaufhaus und ein sehr schönes Restaurant beherbergt. Kaum wieder draußen, begegnet einem vor der Tür dann wieder das andere Mexico. 
Besonders beeindruckt hat mich der tiefe Glaube an Religion. Auf dem Vorplatz der Basilika der Jungfrau Guadelupe – mit 20 Millionen Pilgern im Jahr der weltweit größte Wallfahrtsort - Gläubige, die auf Knien demütig den Weg in die Kirche suchen. Um dem Wort Gottes zu lauschen, nimmt man dann auch gerne einen Stehplatz in Kauf.
Mein gestriger Ausflug führte mich dann nach Teotihuacan, ca. 1 Stunde Autofahrt außerhalb von Mexico Stadt.
Die etwas kleinere Mondpyramide ist im Moment wegen Renovierungsarbeiten nur zur Hälfte zu besteigen, doch die Stufen sind viel höher als bei der 70m hohen Sonnenpyramide. Teotihuacan liegt noch etwas höher als Mexico Stadt mit seinen 2.300m, was den Aufstieg nicht gerade einfacher macht – aber einmal oben angekommen, genießt man einen unvergesslichen Blick über das Umland.
Heute stand nun Xochimilco auf dem Tagesprogramm, die Überreste des alten Mexico mit seinen Kanälen und bunten Booten, Blumen, Mariachi Musikern, fahrenden Händlern auf Kähnen, die allerlei Schnickschnack und Essen anbieten. Sonntag ist Familientag. 


Ganze Horden von mexikanischen Familien schippern auf den engbefahrenen Kanälen hoch und runter, genießen ihr Mittagessen unter freiem Himmel und machen sich einen schönen freien Tag.
Soweit meine Eindrücke aus Mexico City.
Eyjafjallajökull spuckt weiter Asche in die Luft, die Nachrichten prophezeien den Ausbruch eines weiteren isländischen Vulkans .
Think positive, mache das Beste daraus oder wie die Meixikaner sagen al mal tiempo, buena cara!
Am 4. August 2009 kam Simba von ihrem Abendspaziergang nicht nach Hause zurück. Flugblätter und Aushänge, das Abklappern zunächst der Nachbarschaft (in der Hoffnung, sie wurde versehentlich in einer Garage oder einem Schuppen eingesperrt), aber leider auch das Kontrollieren aller Straßengräben und Anrufe beim Tierheim und der Polizei, all das führte leider nicht zum Auffinden. Erst knapp 4 Tage später meldete sich eine Anruferin, die sich relativ sicher war, Simba auf einem Aushang erkannt zu haben. So nett es war, dass sich jemand meldete, so traurig war aber auch die Nachricht. Simba wurde beim Überqueren einer Hauptstraße von ihr angefahren, konnte sich aber noch auf die andere Straßenseite retten. Vermutlich schwer verletzt hat sie sich dann zum Sterben an ein ruhiges Plätzchen verkrochen.
Unvergessen der erste Freigang.
Verängstigt und doch neugierig, zögerlich und doch verspielt. Simba hat ihr Reich und jede Minute draußen wie drinnen geliebt . Ihr doch kurzes Katzenleben (sie wurde nur 2,5 Jahre alt) hat sie draußen genauso genossen wie an kalten Tagen an einem warmen Plätzchen zu liegen oder es sich am Fußende des Bettes bequem zu machen.
Und kaum hörte sie das Auto vorfahren, sprang sie mir entgegen.Dieser Eintrag soll ein kleines Danke schön an eine Katze sein, die mir auch 7 Monate später täglich auf’s Neue fehlt.
Gestern bin ich über Matt gestolpert. Matt, ein 32jähriger Amerikaner aus Seattle, der mehr durch Zufall zum “That guy who dances on the internet” wurde.
Die Idee banal, die Freude in den Gesichtern der Menschen auf aller Welt phänomenal, dieser Moment der Ausgelassenheit, das Lachen, das Leuchten der Kinderaugen. Man will dabei sein, beneidet Matt fast, um diese Augenblicke in über 39 Ländern.
So steht es da. Ich habe jetzt also einen Blog. Warum? Gute Frage. Lese ich doch kürzlich, die meisten Leute kämen über den Blog zum Twittern, so ist es bei mir wohl umgekehrt. Als @olekopelke tummele ich mich, je nachdem wie die Zeit es erlaubt, seit April 2009 auf Twitter herum.
Ich habe jetzt also einen Blog, weil ganz viele Leute, denen ich folge oder die mir folgen, einen Blog haben.
Man könnte es auf eine Art “Peer Group Pressure” zurückführen oder ganz einfach nur auf das durch Twitter wachsende Interesse an Social Media und dem Web 2.0.
Was Euch hier erwartet und was ihr hier werdet lesen können, kann ich euch noch nicht sagen.
Wir dürfen also gemeinsam gespannt sein.